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| Geschrieben von Malia Fawley - 29.03.2026, 07:07 |
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ORDEN DES PHÖNIX — 1977 Unter Zaubereiminister Alcott Rowle wurden Gesetze zu Werkzeugen der Verfolgung, Reinblutideologie zur politischen Leitlinie und Denunziation zum Alltag. Muggelgeborene verschwinden. Prozesse finden hinter verschlossenen Türen statt. Wer widerspricht, gilt als Verräter.
Unter der Führung von Malia Fawley kämpft der Orden nicht nur gegen Todesser, sondern gegen die schleichende Normalisierung von Grausamkeit und die Legalisierung von Folter und Mord. Er steht für Gleichwertigkeit aller magischen und nichtmagischen Menschen, für Freiheit statt Fanatismus und für Verantwortung statt blindem Gehorsam. Doch diese Ideale haben ihren Preis. Der Orden operiert im Geheimen, misstraut selbst den eigenen Reihen und weiß, dass jeder Fehler tödlich sein kann. VERTRAULICH • WIDERSTANDS-AKTEN
„DIE WAHRHEIT BRAUCHT KEIN SIEGEL.“
Interner Vermerk — weitergeben nur über sichere Kuriere. ![]()
Ein Black, der sich gegen sein eigenes Blut stellt. Alphard kennt die Codes der elitären Zirkel, die Korridore des Ministeriums und die Sprache, mit der man Schuld in „Notwendigkeit“ umdeutet. Als Auror bewegt er sich gefährlich nah an Rowles loyalsten Männern. Informationen, die er beschafft, entscheiden über Leben und Tod. Nach außen kontrolliert und kühl, im Inneren zerrissen zwischen Herkunft und Gewissen. Strategisch brillant, loyal bis zur Selbstaufgabe, aber emotional verschlossen. Seine Schwäche ist sein Drang, alles allein zu tragen und Gefühle wegzusperren, bis sie ihn einholen. Wer ihm nahekommt, merkt: Er schützt nicht nur den Orden, er schützt auch sich vor dem Moment, in dem er zusammenbricht. Sein Bruder Cygnus starb im vergangenen Jahr, doch seine Schwester Walburga erfreut sich bester Gesundheit - und unterrichtet seit diesem Jahr in Hogwarts.
„GESETZE ÄNDERN SICH. GEWISSEN NICHT.“
Auszug aus einer beschlagnahmten Notiz — Autor unbekannt. ![]()
Frisch im Ministerium — offiziell harmlos und unbedeutend, inoffiziell Informant des Ordens. Arthur glaubt an Gleichberechtigung und an das Gute im Menschen, obwohl er selbst einer durch und durch reinblütigen Familie entstammt. Nur sind manche Reinblüter eben gleicher als andere, das musste er früh lernen. Genau das macht ihn wertvoll und zugleich verwundbar: Er sieht nicht weg, wenn andere schweigen. Warmherzig, neugierig, moralisch standhaft — aber politisch unerfahren. Die Grausamkeit des Systems trifft ihn hart und zwingt ihn, schneller erwachsen zu werden, als er sollte. Er hasst Konflikte, doch wenn es um seine Werte geht, zeigt er überraschende Standfestigkeit. Seine größte Schwäche ist Naivität: Er unterschätzt, wie leicht Hoffnung zermalmt werden kann und wie schnell ein falsches Wort im falschen Flur tödlich wird. Im Übrigen hat Arthur eine Schwäche für Muggeldinge. Eines Tages, so ist er sich sicher, wird ihn jemand über die Funktion von Gummienten aufklären!
Molly wird im übrigen bespielt (genauso wie einer ihrer Brüder, aber ob sich Artie darüber freuen sollte?)
„DIE WUNDEN LÜGEN NICHT.“
St.-Mungo-Protokoll — Zeilen geschwärzt. ![]()
Eliza flickt Körper und dokumentiert heimlich, was das Regime anrichtet. Auf der Fluchschaden-Station ist sie Ruhepol und Profi zugleich: empathisch, präzise, belastbar. Sie verschafft Verletzten falsche Namen, manipuliert Berichte und hält ihren Zauberstab fester, als sie zugibt. Ihre Stärke ist Nüchternheit in Extremsituationen, ihre Schwäche, dass sie eigene Grenzen ignoriert. Schlaf wird zur Option, Essen zur Nebensache, Angst zum ständigen Begleiter. Eliza will retten, was zu retten ist — und zerbricht fast daran, dass sie nicht alle retten kann. Wer sie liebt, muss lernen: Manchmal ist ihr größter Gegner nicht Rowle — sondern Eliza selbst.
„WORTE SIND AUCH WAFFEN.“
Untergrunddruck — Verbreitung verboten. ![]()
Belinda kämpft mit Tinte statt mit Flüchen. Unter falschem Namen veröffentlicht sie regimekritische Texte, entlarvt verschwundene Prozesse und sammelt Stimmen derer, die Rowle zum Schweigen bringen wollen. Leider überwiegend in der Hexenwoche, da der Tagesprophet in der Hand von Sympathisanten Rowles liegt. Intelligent, scharf und furchtlos — zumindest nach außen. In Wahrheit lebt sie in permanenter Angst: Misstrauen hält sie am Leben, isoliert sie aber auch. Stolz und unabhängig, nimmt sie ungern Hilfe an und treibt sich aus Idealismus zu oft an den Rand der Selbstzerstörung. Sie glaubt an Wahrheit, selbst wenn sie weh tut — und genau das macht sie zur Gefahr. Nicht jeder im Orden mag ihre Methoden. Aber jeder spürt: Ohne ihre Worte wird die Dunkelheit einfacher gewinnen.
„MAN VERLIERT SICH, WENN MAN GEWINNT.“
Duellnotiz — Fundort: verbrannter Trainingsraum. ![]()
Cassian war einst gefeierter Duellant und heute jagt er im Auftrag des Ordens Todesser, Späher und Verräter. Er ist diszipliniert, taktisch stark und in Bewegung so präzise wie ein sauberer Schnitt. Humor besitzt er noch, aber er ist dunkel geworden. Cassian glaubt an Konsequenzen und daran, dass man Monster manchmal nur mit Monstern aufhalten kann. Genau darin liegt seine Gefahr: Gewalt fällt ihm zu leicht und er weiß das. Es ist nur ein schmaler Grad zwischen Gerechtigkeit und sich selbst zu verlieren. Loyal, fähig und mutig, aber kompromisslos, reizbar und schwer zu bremsen. Innerlich ringt er damit, nicht zu dem zu werden, was er bekämpft. Manche im Orden fürchten ihn. Andere brauchen ihn. Und Cassian selbst? Der fragt sich nachts, ob er sich selbst noch vertrauen kann.
„WISSEN IST NIE NEUTRAL.“
Abt. f. Mysterien — Zugriff nur Stufe VII. ![]()
Isolde arbeitet dort, wo Gerüchte zu Akten werden und Akten zu Waffen. In der Abteilung für Mysterien ist sie brillant, wissbegierig und furchtlos — auf eine leise, beunruhigende Art. Sie glaubt, dass Wahrheit nicht tröstet, sondern verletzt. Ihr Platz im Orden ist wertvoll, weil sie Zugang hat, den kaum jemand besitzt, zugleich ist sie eine Belastungsprobe, weil sie selten alles sagt. Loyalität? Ja. Aber ihre Methoden sind moralisch grau. Isolde kann manipulieren, lügen, verschweigen — und rechtfertigt es als „notwendig“. Ihre Stärke ist Kontrolle. Ihre Schwäche: Einsamkeit und die Angst, dass selbst der Orden sie irgendwann als zu gefährlich betrachtet, was gar nicht so weit hergeholt ist, denn schließlich zählt sie zu einer der ältesten reinblütigen Familien. Und die Carrows sind eigentlich nicht gerade als freundlich gesinnt verschrien ...
„WENN DAS RECHT FÄLLT, FÄLLT ALLES.“
Aus einem verbotenen Gutachten — Kopie unvollständig. ![]()
Rowan kennt Gesetzestexte wie andere Zaubersprüche. Nach Rowles „Reformen“ verlor er seinen Posten, behielt aber Merlin sei Dank sein Leben. So viel Glück hatten nicht alle muggelgeborenen Ministeriumsmitarbeiter. Er schloss sich dem Orden an. Intelligent, argumentationsstark und idealistisch, aber kaum kampferprobt. Seine Unsicherheit überspielt er mit Sarkasmus, allerdings ist er auch gewillt, dazuzulernen. Rowan organisiert sichere Identitäten, fälscht Dokumente, verhandelt Fluchtwege — und muss dabei lernen, dass Logik gegen Fanatismus oft verliert. Sein Lichtblick ist sein Mut, der immer wieder durchscheint. Seine Schwäche: Er nimmt alles persönlich, trägt Schuld wie einen Mantel und überschätzt manchmal, was Worte allein bewirken können.
„SIE NENNEN ES STABILITÄT. ES IST ANGST.“
Schulprotokoll — Randnotiz eines Lehrers. ![]()
Tobias wirkt angepasst. Ein Lehrer, der „neutral“ bleibt, während das Regime die Mauern enger zieht. In Wahrheit schleust er Informationen an den Orden und schützt Schüler im Verborgenen. Intelligent, kontrolliert und rhetorisch stark, kann er Räume beruhigen, ohne dass jemand merkt, wie sehr er selbst bebt. Seine Stärke ist seine Tarnung; seine Schwäche ist die Isolation, die sie fordert. Nähe ist ein Risiko, Vertrauen ein Luxus. Tobias ist loyal, aber vorsichtig bis zur Paranoia — und manchmal so sehr damit beschäftigt zu überleben, dass er vergisst zu leben. In einer Schule, die zur Bühne der Propaganda werden soll, ist er eine stille Gegenstimme. Eine, die man leicht überhört — bis sie verschwindet.
Eckdaten / Plotanker
Jahr: 1977 • Setting: Rumtreiber-Ära • Status: sehr düster |







